Discussion:
Der Jungschlips - niedrigste aller Lebensformen
(zu alt für eine Antwort)
Hans Bonfigt
2005-04-16 21:17:04 UTC
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Raw Message
Am Freitag besuchte ich ein "Event" im IBM - Umfeld. "Naja", hatte
ich gedacht, besuche die Veranstaltung und, wenn Du schon 'mal ins
schöne Hornberg mußt, dann fahre mit dem Fahrrad hin und mache an-
schließend eine kleine Tour durch den Hochschwarzwald".

"Casual wear" ist Usus bei Treffen dieser Art. Aber der Laden, wo
ich hin muß, ist überraschenderweise keine Produktionsbude, sondern
ein "Design Center".
Ich laufe da aber in T-Shirt (immerhin mit zwei winzigen Ärmelstum-
meln), Fahrradhose und Sandalen auf - letztere sind kräftigst einge-
dreckelt, der Feinstaub ist halt überall. Schon der abschätzend -
entsetzte Blick der versacegestylten Empfangsdaten hätte mich stutzig
machen sollen: Ich entere das Foyer und sehe mich mindestens 40
Jungschlipsen gegenüber, die keine Mühe gescheut haben, alles aufzu-
bieten, was Garderobe und Kleiderschrank zu bieten hatten. Nicht
ein einziges Stäubchen trübt die hochglanzpolierten Lacklederschuh-
spitzen. Die Manschettenknöpfe blinken mit den Billigbreitlngs um
die Wette.
Mann, haben die mich angeglotzt. Man merkte förmlich, wie sie mit
dem vom Fahrtwind zerzausten Kopf anfingen, sich kurz bei den il-
legitimen Ärmeln aufhielten und dann, in einer Mischung aus Entsetzen
und Empörung, an den Sandalen regelrecht hängenblieben. Auf mein
vernehmliches "Guten Morgen" kam nichts zurück außer Stille, ledig-
lich zwei oder drei, die mich kennen, nickten möglichst unauffällig,
um sich nicht zu blamieren.
Naja, denke ich mir, "Ihr mich auch", und befasse mich ausgiebig
mit dem Frühstücksbuffet. Die Butterbrezen sind nämlich ausgespro-
chen lecker und ich habe nach der langen Fahrt ganz gut Hunger.
Mit jedem Brezen, den ich nachhole (und das sind einige), gucken
die Schlipsis brüskierter. "Das kann man toppen", denke ich, nehme
einen kräftigen Schluck "Hornberger Mineralwasser" und lasse einen
kräftigen Rülpser krachen: "Das nennt sich der Legende nach das
'Hornberger Schießen', meine Herren", verkünde ich aufgeräumt.
Totenstille ist die Folge. Im anschließenden Seminar habe ich eine
ganze Reihe für mich.

Und jetzt kommt's: Mittagspause. Ich sitz' natürlich allein an
einem Tisch, als Vorstandsvorsitzender W. verspätet einreitet.
Der ignoriert die Meute, die ihn alsbald begrüßen will und bahnt sich
schnurstracks einen Weg zu mir: "Oh, das ist aber schön, daß Sie
kommen konnten, Herr Bonfigt - darf ich mich zu Ihnen setzen ?"
Nach dem Mittagessen, wie durch ein Wunder, kennen mich alle. Und
grüßen. In der Kaffeepause am Nachmittag habe ich keine Minute für
mich. Und auch Mitläufer X. entblödet sich nicht, mich anzuhauen
mit "Wir haben uns heute morgen ja gar nicht richtig begrüßt".

"Kleider machen Leute", o.K., das stimmt zum Teil. Aber welchen
Effekt eine simple, flüchtige Bekanntschaft hat, das hätte ich im
Traum nicht für möglich gehalten.

Zurück blieb bei mir ein gewisser Ekel und auch ein gehöriges Maß
an Beklemmung. Den mentalen 'Schlipsträger-Score' habe ich auf
jeden Fall noch mal gehörig nach unten angepaßt.



Gruß Hans

p.s.:
Innerhalb weniger Stunden hatten die "feinen Pinkel" es geschafft,
das morgens blitzsaubere Klo bis zur Unbenutzbarkeit zuzuschiffen.
Michael Sçheer
2005-04-17 15:57:11 UTC
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Raw Message
Post by Hans Bonfigt
Innerhalb weniger Stunden hatten die "feinen Pinkel" es geschafft,
das morgens blitzsaubere Klo bis zur Unbenutzbarkeit zuzuschiffen.
Kenntnisreiche Quellen (auf Messen) behaupten, dass das nur noch von
weiblichen Klobesuchern uebertroffen wird. Die lassen es richtig
krachen.
Christoph Kliemt
2005-04-17 16:26:45 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Michael Sçheer
p.s.: Innerhalb weniger Stunden hatten die "feinen Pinkel" es
geschafft, das morgens blitzsaubere Klo bis zur Unbenutzbarkeit
zuzuschiffen.
Kenntnisreiche Quellen (auf Messen) behaupten, dass das nur noch von
weiblichen Klobesuchern uebertroffen wird. Die lassen es richtig
krachen.
Jepp. /me hatte das Vergnügen als Zivi in einer Jugendherberge den
direkten Vergleich zu sehen. Details wollt ihr nicht wissen.

christoph
Raymond Haeb
2005-04-17 16:55:54 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Christoph Kliemt
Jepp. /me hatte das Vergnügen als Zivi in einer Jugendherberge den
direkten Vergleich zu sehen. Details wollt ihr nicht wissen.
In einer Jugendherberge laufen Schlipse rum?



Raymond
Christoph Kliemt
2005-04-17 17:10:53 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Raymond Haeb
Post by Christoph Kliemt
Jepp. /me hatte das Vergnügen als Zivi in einer Jugendherberge den
direkten Vergleich zu sehen. Details wollt ihr nicht wissen.
In einer Jugendherberge laufen Schlipse rum?
Wenn die hier Auslauf haben, dann ja.

http://www.aiesec.de

hth, Christoph
Jens Kubieziel
2005-04-17 17:42:42 UTC
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Raw Message
Post by Michael Sçheer
Post by Hans Bonfigt
Innerhalb weniger Stunden hatten die "feinen Pinkel" es geschafft,
das morgens blitzsaubere Klo bis zur Unbenutzbarkeit zuzuschiffen.
Kenntnisreiche Quellen (auf Messen) behaupten, dass das nur noch von
weiblichen Klobesuchern uebertroffen wird. Die lassen es richtig
Am schlimmsten sind wohl Chines(inn)en. Da sie es extrem eklig finden,
sich auf die Brille zu setzen, stellen sie sich drauf und machen das
Geschäft aus der Luft ...
--
Jens Kubieziel http://www.kubieziel.de
FdI#190: Cisco
Protokollhure. (unbekannt)
Matthias Kordell
2005-04-17 20:55:59 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Jens Kubieziel
Post by Michael Sçheer
Post by Hans Bonfigt
Innerhalb weniger Stunden hatten die "feinen Pinkel" es
geschafft, das morgens blitzsaubere Klo bis zur Unbenutzbarkeit
zuzuschiffen.
Kenntnisreiche Quellen (auf Messen) behaupten, dass das nur noch
von weiblichen Klobesuchern uebertroffen wird. Die lassen es
richtig
Am schlimmsten sind wohl Chines(inn)en. Da sie es extrem eklig
finden, sich auf die Brille zu setzen, stellen sie sich drauf und
machen das Geschäft aus der Luft ...
Machen Türkinnen auch, bei einer Kollegin meiner Mutter ist deswegen
mal die Klobrille zerbrochen.

Matthias
--
Achtung: Dieses Posting kann Ironie und Sarkasmus enthalten!
Peter Fetzer
2005-04-17 21:05:47 UTC
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Raw Message
Matthias Kordell wrote:

[Verunreinigung von Toiletten]
Post by Matthias Kordell
Post by Jens Kubieziel
Am schlimmsten sind wohl Chines(inn)en. Da sie es extrem eklig
finden, sich auf die Brille zu setzen, stellen sie sich drauf und
machen das Geschäft aus der Luft ...
Machen Türkinnen auch, bei einer Kollegin meiner Mutter ist deswegen
mal die Klobrille zerbrochen.
Bei ehem. Arbeitgeber hat sich unter dem Reinigungspersonal der dafuer sehr
treffende Begriff 'Spritzputz' eingebuergert.

Es wird langsam OT. ;)


/peter
Oliver Voß
2005-04-18 20:46:10 UTC
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Raw Message
Post by Matthias Kordell
Post by Jens Kubieziel
Am schlimmsten sind wohl Chines(inn)en. Da sie es extrem eklig
finden, sich auf die Brille zu setzen, stellen sie sich drauf und
machen das Geschäft aus der Luft ...
Machen Türkinnen auch, bei einer Kollegin meiner Mutter ist deswegen
mal die Klobrille zerbrochen.
Das kann aber auch daran liegen, daß die einfach keine Klos in der
hierzulande üblichen Form gewohnt sind. In den Heimatländern dieser
Leute sind eher diese Hock-Klos verbreitet.

Gruß,

Oliver
--
Ham Radio Station DL1YOV: http://www.qsl.net/dl1yov
Städtepartnerschaft Delbrück - Roncq: http://oliver-voss.privat.t-online.de
markus reichelt
2005-04-17 17:20:11 UTC
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Raw Message
Post by Michael Sçheer
Kenntnisreiche Quellen (auf Messen) behaupten, dass das nur noch
von weiblichen Klobesuchern uebertroffen wird. Die lassen es
richtig krachen.
Wenn ich das so abschweifend lese, dann frage ich mich: Was ist
eigentlich männlichen Salzstreuerinnen widerfahren?
Bernhard Schwartz
2005-04-18 15:50:29 UTC
Permalink
Raw Message
Post by markus reichelt
Post by Michael Sçheer
Kenntnisreiche Quellen (auf Messen) behaupten, dass das nur noch
von weiblichen Klobesuchern uebertroffen wird. Die lassen es
richtig krachen.
Wenn ich das so abschweifend lese, dann frage ich mich: Was ist
eigentlich männlichen Salzstreuerinnen widerfahren?
man Genus
man Sexus

"Klobesucher" hat den Genus maskulinum, sofern alle Klobesucher gemeint sind
und es darunter mindestens einen männlichen gibt. Insofern ist "weibliche
Klobesucher" eine korrekte Einschränkung.

Was lernen wir daraus? Klugscheißen sollte man erst, wenn man Ahnung hat.
Markus Dobel
2005-04-18 17:50:35 UTC
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Raw Message
Post by Bernhard Schwartz
Post by markus reichelt
Post by Michael Sçheer
Kenntnisreiche Quellen (auf Messen) behaupten, dass das nur noch
von weiblichen Klobesuchern uebertroffen wird. Die lassen es
richtig krachen.
Wenn ich das so abschweifend lese, dann frage ich mich: Was ist
eigentlich männlichen Salzstreuerinnen widerfahren?
man Genus
man Sexus
"Klobesucher" hat den Genus maskulinum, sofern alle Klobesucher gemeint sind
und es darunter mindestens einen männlichen gibt. Insofern ist "weibliche
Klobesucher" eine korrekte Einschränkung.
Genauso haette man "Klobesucherinnen" (nein, nicht KlobesucherInnen![0])
schreiben koennen.

Gruss, Markus

[0] An einem Fenster der Auslaendervertretung der TH Aachen stand mal
irgendwann zweizeiligerweise eben dies, all caps. Im Zuge der Political
Madness klebte man irgendwann auf Hoehe des "AUSLAENDER" ans naechste
Fenster ein "INNEN". Das ganze liest sich nun so:

|| AUSLAENDER || INNEN- ||
|| VERTRETUNG || ||

Die Suche nach der Inlaender-Aussenvertretung war bis heute erfolglos.
Vielleicht geh ich mal irgendwann zu einer SP-Sitzung und beantrage
Mittel und Raeume dafuer.
Bernhard Schwartz
2005-04-19 07:08:30 UTC
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Raw Message
Post by Markus Dobel
Post by Bernhard Schwartz
man Genus
man Sexus
"Klobesucher" hat den Genus maskulinum, sofern alle Klobesucher gemeint
sind und es darunter mindestens einen männlichen gibt. Insofern ist
"weibliche Klobesucher" eine korrekte Einschränkung.
Genauso haette man "Klobesucherinnen" (nein, nicht KlobesucherInnen![0])
schreiben koennen.
Ja, man *hätte* vieles schreiben können, darum ging es aber nicht.

Bernhard
Severin Glaeser
2005-04-17 18:06:33 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Michael Sçheer
Post by Hans Bonfigt
Innerhalb weniger Stunden hatten die "feinen Pinkel" es geschafft,
das morgens blitzsaubere Klo bis zur Unbenutzbarkeit zuzuschiffen.
Kenntnisreiche Quellen (auf Messen) behaupten, dass das nur noch von
weiblichen Klobesuchern uebertroffen wird. Die lassen es richtig
krachen.
Ach ja, Damentoiletten... Ein Thema für sich. Männer sind ja, sobald
ein Pissoire vorhanden ist recht pflegeleicht (es gibt sogar welche
für den Spieltrieb, mit aufgemalter Fliege, man kann kaum vor
"Zielübungen" wiederstehen). Aber Frauen... Sicherlich ist der
weibliche Körper in dieser Hinsicht etwas suboptimal designed (was die
Übertragung von Bakterien beim Urinieren angeht), aber können
Bakterien 30cm hoch springen? Zumal ja Frauen eh dieses praktische
Zielrohr abgeht.

-Severin Glaeser-
Juergen Nieveler
2005-04-17 18:50:51 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Severin Glaeser
Ach ja, Damentoiletten... Ein Thema für sich. Männer sind ja, sobald
ein Pissoire vorhanden ist recht pflegeleicht
Wobei eine der Toiletten bei $Ork umgestaltet worden ist, anscheinend
von einer Frau. Nur eine Frau kann auf die hirnrissige Idee kommen, ein
Pissoir MIT DECKEL zu installieren, noch dazu mit einem Deckel den man
sicherheitshalber mit einer Hand hochhalten muß....


Juergen Nieveler
--
famous last words: .....No, I have to set THAT jumper!
Erhard Schwenk
2005-04-17 19:35:33 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Juergen Nieveler
Post by Severin Glaeser
Ach ja, Damentoiletten... Ein Thema für sich. Männer sind ja, sobald
ein Pissoire vorhanden ist recht pflegeleicht
Wobei eine der Toiletten bei $Ork umgestaltet worden ist, anscheinend
von einer Frau. Nur eine Frau kann auf die hirnrissige Idee kommen, ein
Pissoir MIT DECKEL zu installieren, noch dazu mit einem Deckel den man
sicherheitshalber mit einer Hand hochhalten muß....
[x] send Pix
--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg - http://www.akkordeonjugend.de/
k-itx webhosting - http://webhosting.k-itx.net/
Martin Hotze
2005-04-17 19:53:51 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Erhard Schwenk
Post by Juergen Nieveler
Wobei eine der Toiletten bei $Ork umgestaltet worden ist, anscheinend
von einer Frau. Nur eine Frau kann auf die hirnrissige Idee kommen, ein
Pissoir MIT DECKEL zu installieren, noch dazu mit einem Deckel den man
sicherheitshalber mit einer Hand hochhalten muß....
[x] send Pix
mit was soll er denn die Kamera halten? mit der einen den Deckel, mit der
anderen seinen Schw**z ... da fehlt eine Hand.


ja, solche Pissoirs hab ich auch schon gesehen.

Es würde Sinn machen, wenn man mehr in wasserlose Urinale investieren
würde, die Amortisationszeit ist überraschend gering [1]. Man muss ja nicht
andauernd literweise gutes Tinkwasser hinterher schütten.

#m

[1] <http://www.hellbrok.com/de/sero/berechD/berechnd.htm>
--
<Loading Image...>
markus reichelt
2005-04-17 20:00:40 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Hotze
Es würde Sinn machen, wenn man mehr in wasserlose Urinale investieren
Testamente macht man, Sinn nicht.
Martin Hotze
2005-04-17 20:32:18 UTC
Permalink
Raw Message
Post by markus reichelt
Post by Martin Hotze
Es würde Sinn machen, wenn man mehr in wasserlose Urinale investieren
Testamente macht man, Sinn nicht.
wie gut dass es de_de und de_at gibt. und wie gut dass niemand weiss, dass
ich Rumpelheinzchen stiess. *seufz*

#m
--
<http://www.hotze.priv.at/album/aviation/caution.jpg>
markus reichelt
2005-04-17 21:24:25 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Hotze
Post by markus reichelt
Post by Martin Hotze
Es würde Sinn machen, wenn man mehr in wasserlose Urinale investieren
Testamente macht man, Sinn nicht.
wie gut dass es de_de und de_at gibt. und wie gut dass niemand weiss, dass
ich Rumpelheinzchen stiess. *seufz*
Scheisse! [1] Ein Schluchtenscheisser!

"Sinn machen" hat leider Einzug in den allgemeinen Sprachgebrauch
gefunden (u.a. laut Zwiebelfisch), trotzdem krauseln sich nicht
wenige Zehennägel tagtäglich unfreiwillig. Ist jedenfalls hier im
tiefsten Westen so, Durchschnittsalter 30 Jahre.

Zudem ist es ein gar großes böses Gerücht, daß die schlichte Existenz
von de_de & de_at Krankenkassen entlasten würde.

Nur Rentner lesen Logfiles und solch angeführten
Headerschnickschnack. "de_at" schreibt man richtig "dead"

[1] Klitzekleine Anleihe bei "Das Boot"
Rainer Wallhorn
2005-04-17 22:09:49 UTC
Permalink
Raw Message
Post by markus reichelt
"Sinn machen" hat leider Einzug in den allgemeinen Sprachgebrauch
gefunden (u.a. laut Zwiebelfisch), trotzdem krauseln sich nicht
wenige Zehennägel tagtäglich unfreiwillig.
Ja, die der epistemologisch Unterbelichteten.

Für dich zum Mitmeißeln: *Sinn* *ist* *keine* *Objekteigenschaft*.

HTH. HAND.
--
Rainer Wallhorn - ***@operamail.com
markus reichelt
2005-04-17 22:13:43 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Rainer Wallhorn
Für dich zum Mitmeißeln: *Sinn* *ist* *keine* *Objekteigenschaft*.
Ach. Und Opera hat mit Mail zu tun oder wie?
Rainer Wallhorn
2005-04-17 22:21:49 UTC
Permalink
Raw Message
Post by markus reichelt
Post by Rainer Wallhorn
Für dich zum Mitmeißeln: *Sinn* *ist* *keine* *Objekteigenschaft*.
Ach. Und Opera hat mit Mail zu tun oder wie?
Je nach Konzept: ja. Nein, nicht nach meinem.
--
Rainer Wallhorn - ***@operamail.com
markus reichelt
2005-04-17 22:33:55 UTC
Permalink
Raw Message
Subject: Re: Der Jungschlips - niedrigste aller Lebensformen
Date: Mon, 18 Apr 2005 00:21:49 +0200
Post by markus reichelt
Post by Rainer Wallhorn
Für dich zum Mitmeißeln: *Sinn* *ist* *keine* *Objekteigenschaft*.
Ach. Und Opera hat mit Mail zu tun oder wie?
Je nach Konzept: ja. Nein, nicht nach meinem.
Schade, Minderheitenkonzepte scheiden leider aus. Da hilft dir auch
keine bereitgestellte Mitmeißelmöglichkeit, in welcher Form auch
immer.
Andreas Dau
2005-04-17 22:30:56 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Rainer Wallhorn
Post by markus reichelt
"Sinn machen" hat leider Einzug in den allgemeinen Sprachgebrauch
gefunden (u.a. laut Zwiebelfisch), trotzdem krauseln sich nicht
wenige Zehennägel tagtäglich unfreiwillig.
Ja, die der epistemologisch Unterbelichteten.
Hört, hört.
Post by Rainer Wallhorn
Für dich zum Mitmeißeln: *Sinn* *ist* *keine* *Objekteigenschaft*.
Na, dann erklär mal der staunenden Leserschaft, inwiefern der _richtige_
Ausdruck "etwas /ergibt/ Sinn" eine Objekteigenschaft unterstellt.

cu,
ad*kopfschüttlend*a
Rainer Wallhorn
2005-04-17 22:54:38 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Andreas Dau
Na, dann erklär mal der staunenden Leserschaft, inwiefern der _richtige_
Ausdruck "etwas /ergibt/ Sinn" eine Objekteigenschaft unterstellt.
Wo, bitte, bestritt ich dies? Eben, nirgends.

Im übrigen "ergibt sich" Sinn als Resultat von Konzeptbildung, wird
also sehr wohl "gemacht".

*Nicht* akzeptabel sind *etwas ist sinnvoll* oder *etwas hat Sinn*.
--
Rainer Wallhorn - ***@operamail.com
markus reichelt
2005-04-17 23:19:06 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Rainer Wallhorn
Post by Andreas Dau
Na, dann erklär mal der staunenden Leserschaft, inwiefern der _richtige_
Ausdruck "etwas /ergibt/ Sinn" eine Objekteigenschaft unterstellt.
Wo, bitte, bestritt ich dies? Eben, nirgends.
Im übrigen "ergibt sich" Sinn als Resultat von Konzeptbildung, wird
also sehr wohl "gemacht".
"Sinn machen" ist hier böse, egal, wie du es drehen magst. Böse Böse
Böse. Da braucht's keinen Meißel oder gar Mitmeißler.
Post by Rainer Wallhorn
*Nicht* akzeptabel sind *etwas ist sinnvoll* oder *etwas hat Sinn*.
"Sinnvoll sein" ist ok; leidest du vielleicht, wenn es möglich wäre,
evtl. an einem Sternchen-Fetisch? Kennst du Blümchen?
Norbert Tretkowski
2005-04-18 04:58:00 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Rainer Wallhorn
*Nicht* akzeptabel sind *etwas ist sinnvoll* oder *etwas hat Sinn*.
*GAEHN*

Norbert
Arnim Sommer
2005-04-20 19:26:27 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Rainer Wallhorn
*Nicht* akzeptabel sind *etwas ist sinnvoll* oder *etwas hat Sinn*.
Eine sehr sinnige Aussage.

A!S
--
Blondinen sind wie Männer.
Was man nicht im Kopf hat, muß man zwischen den Beinen haben.
Holger Marzen
2005-04-18 07:13:08 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Rainer Wallhorn
Post by markus reichelt
"Sinn machen" hat leider Einzug in den allgemeinen Sprachgebrauch
gefunden (u.a. laut Zwiebelfisch), trotzdem krauseln sich nicht
wenige Zehennägel tagtäglich unfreiwillig.
Ja, die der epistemologisch Unterbelichteten.
Für dich zum Mitmeißeln: *Sinn* *ist* *keine* *Objekteigenschaft*.
Bedeutung auch nicht?

Holger "macht sprachwissenschaftlich nicht viel Bedeutung" Marzen
--
Weg mit dem unnötigen Fluglärm durch übende US-Militärpiloten im Saarland!
Nachtflüge zum Üben sind asozial. Keine Wahlstimme für Nachtflugdulder.
Bürgertelefon der Bundesluftwaffe: 0800/8620730
Bürgerinitiative http://www.fluglaerm-kl.de
Rainer Wallhorn
2005-04-18 08:03:01 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Holger Marzen
Post by Rainer Wallhorn
Post by markus reichelt
"Sinn machen" hat leider Einzug in den allgemeinen Sprachgebrauch
gefunden (u.a. laut Zwiebelfisch), trotzdem krauseln sich nicht
wenige Zehennägel tagtäglich unfreiwillig.
Ja, die der epistemologisch Unterbelichteten.
Für dich zum Mitmeißeln: *Sinn* *ist* *keine* *Objekteigenschaft*.
Bedeutung auch nicht?
Ja.
Post by Holger Marzen
Holger "macht sprachwissenschaftlich nicht viel Bedeutung" Marzen
Holger Marzen
2005-04-18 08:56:56 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Holger Marzen
Post by Rainer Wallhorn
Post by markus reichelt
"Sinn machen" hat leider Einzug in den allgemeinen Sprachgebrauch
gefunden (u.a. laut Zwiebelfisch), trotzdem krauseln sich nicht
wenige Zehennägel tagtäglich unfreiwillig.
Ja, die der epistemologisch Unterbelichteten.
Für dich zum Mitmeißeln: *Sinn* *ist* *keine* *Objekteigenschaft*.
Bedeutung auch nicht?
Ja.
Post by Holger Marzen
Holger "macht sprachwissenschaftlich nicht viel Bedeutung" Marzen
Aber du benutzt die Nicht-Eigenschaft zur Legitimation von "macht Sinn".
Nach deinem Ansatz müsste auch "macht Bedeutung" statt "hat Bedeutung"
benutzt werden.

Nicht dass ich nicht ahnte, dass sich in Werbefuzzy- und Rapperkreisen
dieser Unsinn ebenfalls durchsetzen wird. Zumindest den Ansatz, dass in
der Sprache die normative Kraft des Faktischen gilt ("in 2005", "Problem
adressieren", "realisieren" im Sinn von erkennen), kann man wohl nicht
leugnen, da Sprache lebt.
Dennis Fox
2005-04-18 11:25:41 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Holger Marzen
der Sprache die normative Kraft des Faktischen gilt ("in 2005", "Problem
adressieren", "realisieren" im Sinn von erkennen), kann man wohl nicht
leugnen, da Sprache lebt.
Wobei ich behaupte, daß "in $JAHR" von meiner Oma seit je her zu kennen
- weiß nicht, ob das evtl regional verbreitet ist..?

Gruß,

Dennis
--
Dieser Satz kein Verb
Rainer Wallhorn
2005-04-18 12:09:13 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Holger Marzen
Aber du benutzt die Nicht-Eigenschaft zur Legitimation von "macht Sinn".
Nur zur Abwehr einer zu kurz springenden Kritik.
Post by Holger Marzen
Nach deinem Ansatz müsste auch "macht Bedeutung" statt "hat Bedeutung"
benutzt werden.
*seufz*

Sachlich ja, stilistisch ist das indiskutabel.
Es gibt bessere Formulierungen, wenn man das subjektiv-konstruktive
Moment nicht einfach kassieren will.
Post by Holger Marzen
Nicht dass ich nicht ahnte, dass sich in Werbefuzzy- und Rapperkreisen
dieser Unsinn ebenfalls durchsetzen wird. Zumindest den Ansatz, dass in
der Sprache die normative Kraft des Faktischen gilt ("in 2005", "Problem
adressieren", "realisieren" im Sinn von erkennen),
gruselig
Post by Holger Marzen
kann man wohl nicht >leugnen, da Sprache lebt.
Ja. Sprachkritik gerät ansonsten schnell in den Bereich der
Donquichotterie.
Claus Färber
2005-04-21 10:03:00 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Hotze
wie gut dass es de_de und de_at gibt.
Es ist wohl eher de-nglish...

Claus
--
http://www.faerber.muc.de
Sebastian Posner
2005-04-23 20:22:26 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Hotze
Es würde Sinn machen, wenn man mehr in wasserlose Urinale investieren
würde, die Amortisationszeit ist überraschend gering [1]. Man muss ja nicht
andauernd literweise gutes Tinkwasser hinterher schütten.
Bei einem Bekannten @ORK gibts diese Dinger. Bzw. gab. Die stanken ohne
Ende, ständig defekt, wasweißchwas.
Irgendwann flogen die raus, und man freute sich, daß der hauseigene
Handwerker trotz Einbau der funky Pissoirs einen Wasseranschluss zu den
Pissoirs gelegt hat...

Sebastian
--
baboo
Bodo Eggert
2005-04-23 21:03:02 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Sebastian Posner
Post by Martin Hotze
Es würde Sinn machen, wenn man mehr in wasserlose Urinale investieren
würde, die Amortisationszeit ist überraschend gering [1]. Man muss ja nicht
andauernd literweise gutes Tinkwasser hinterher schütten.
Ende, ständig defekt, wasweißchwas.
Das Stinken kommt meist daher, daß die Verschlußflüssigkeit weggespühlt
oder nicht erneuert wird.

http://www.system-ernst.de/pri.htm
--
"Don't draw fire; it irritates the people around you."
-Your Buddies

Friß, Spammer: ***@dmbkgn.info ***@mega-cheap4u.biz
Martin Hotze
2005-04-23 22:19:05 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Bodo Eggert
Post by Sebastian Posner
Post by Martin Hotze
Es würde Sinn machen, wenn man mehr in wasserlose Urinale investieren
würde, die Amortisationszeit ist überraschend gering [1]. Man muss ja nicht
andauernd literweise gutes Tinkwasser hinterher schütten.
Ende, ständig defekt, wasweißchwas.
Das Stinken kommt meist daher, daß die Verschlußflüssigkeit weggespühlt
oder nicht erneuert wird.
richtig. man muss auch das Reinigungspersonal entsprechend einweisen und
ordentliche Geräte [tm] verwenden.

#m
--
<http://www.hotze.priv.at/album/aviation/caution.jpg>
Florian Laws
2005-04-17 22:06:55 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Severin Glaeser
Post by Michael Sçheer
Post by Hans Bonfigt
Innerhalb weniger Stunden hatten die "feinen Pinkel" es geschafft,
das morgens blitzsaubere Klo bis zur Unbenutzbarkeit zuzuschiffen.
Kenntnisreiche Quellen (auf Messen) behaupten, dass das nur noch von
weiblichen Klobesuchern uebertroffen wird. Die lassen es richtig
krachen.
Ach ja, Damentoiletten... Ein Thema für sich. Männer sind ja, sobald
ein Pissoire vorhanden ist recht pflegeleicht (es gibt sogar welche
für den Spieltrieb, mit aufgemalter Fliege, man kann kaum vor
"Zielübungen" wiederstehen).
An einem gewissen Ort gibt es irgendwelche Helden, die andauernd
Papier ins Pissoir werfen, woraufhin es verstopft.

Daraufhin wurde ein Plastikgitter installiert, welches dieses verhindern
soll, und zur Unterhaltung des Spieltriebes ist an diesem Gitter auch
ein Miniatur-Fussbaltor samt beweglichem Ball befestigt.

Dummerweise sind die Öffnungen in diesem Gitter viel zu klein, bzw.
die Stäbe zu dick, so dass es trotz durch den Ball assistiertem Zielens
wesentlich mehr spritzt als vorher.

Grüße,

Florian
Hans Bonfigt
2005-04-17 23:56:32 UTC
Permalink
Raw Message
Zumal ja Frauen eh dieses praktische Zielrohr abgeht.
http://www.travelmateinfo.com/page002.html
Stefan Kopetzky
2005-04-19 11:09:44 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Severin Glaeser
Männer sind ja, sobald
ein Pissoire vorhanden ist recht pflegeleicht (es gibt sogar welche
für den Spieltrieb, mit aufgemalter Fliege, man kann kaum vor
"Zielübungen" wiederstehen).
Die Steigerung davon hab ich letztens erst in $Dorfwirtshaus entdeckt:
Pissoir mit kleinem Fussballtor und anmontiertem Ball für diverse
Elfmeterübungen.
Sehr recovery!

Gruss
Stefan
--
Frau Torheit fiebert nach Verführung;
(AT Spr 9,13)
Christoph 'Mehdorn' Weber
2005-04-23 22:15:16 UTC
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Raw Message
Hallo!
Ein Thema für sich. Männer sind ja, sobald ein Pissoire vorhanden ist
recht pflegeleicht (es gibt sogar welche für den Spieltrieb, mit
aufgemalter Fliege, man kann kaum vor "Zielübungen" wiederstehen).
Das erinnert mich daran, daß ich neulich mal einen Aufkleber für
solche Zielübungen gesehen habe. Darauf abgebildet war eine Zielscheibe
und ein gewisser Bush.

Christoph
--
Die Realnamenlose sind ausgestorben. --
Na kein Wunder, die werden ja auch nie gezogen. --
Wußt ich's doch: Realnamenlose sind ungezogen.
(Manfred Hoß, Ralf Brostedt, Andreas Höfeld)
Roger Schwentker
2005-04-21 16:38:03 UTC
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Raw Message
Post by Michael Sçheer
Kenntnisreiche Quellen (auf Messen) behaupten, dass das nur noch von
weiblichen Klobesuchern uebertroffen wird. Die lassen es richtig
krachen.
Wie aus den üblichen gut unterichteten Kreisen verlautete liegt das
daran, daß Frauensleut stets im Rudel die Toilette aufsucht.

Gruß
Roger Schwentker
***@regioconnect.net
--
Was ist der Unterschied zwischen einem Politiker und einem Telefonhörer?
Einen Telefonhörer kann man aufhängen, wenn man sich verwählt hat.
[Dieter Nuhr]
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